
Chad White hat sich gestern auf MediaPost zu Recht über die oftmals unleserlichen Texte in E-Mails (bzw. im gesamten Internet) beklagt. Und zwar vor dem Hintergrund einer tendenziell älteren Nutzerschaft der Online-Medien. Folgende Praktiken sind nach seiner (und auch meiner) Auffassung besonders ärgerlich:
- Zu kleine Texte – insbesondere Service-Links im Abbinder (zum Beispiel der Abmeldelink) sind nach seiner Einschätzung überwiegend 8-Punkt- bzw. noch kleinere Schriften
- Helle Schrift auf dunklem Hintergrund
- Zu geringer Kontrast zwischen Schriftfarbe und Hintergrund bzw. einer Hintergrundgrafik
- Fließtext unter ausschließlicher Verwendung von Großbuchstaben
In der Tat ist es wohl so, dass Webdesigner von einer Nutzerschaft ausgeht, die sich vom Alter her zwischen 20 und 30 bewegt. Das entspricht in vielen Fällen jedoch nicht mehr der Realität. Daher hier ein paar Tipps von mir:
- Machen Sie sich klar, wie alt Ihre Zielgruppe ist und ob aus deren Sicht die Textformatierungen benutzerfreundlich ist. Führen Sie dazu ggf. Befragungen durch.
- Wenn Ihre Zielgruppen von der Altersstruktur eher heterogen ist, erstellen Sie unterschiedliche E-Mails-Designs, um verschiedene Altersklassen differenziert ansprechen zu können.
- Lassen Sie Newsletter-Abonnenten selbst bestimmen, ob sie lieber „normal“ oder besonders leicht lesbare Texte wünscht. So verhindern Sie, dass sich der ein oder andere auf den Schlips getreten fühlt, wenn Sie ihn entgegen seinen Erwartungen als „jung“ oder „alt“ einstufen.
- So manch eine Textformatierung ist selbst für Menschen mit Adleraugen eine Beleidigung. Gut lesbar sollten Texte ganz unabhängig vom Alter sein. Sonst riskieren Sie Spott sowie überflüssige Abmeldungen.




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