Alles Spam oder was?
Moderne Spam-Filter haben eine Mammutaufgabe: Sie sollen die Spreu vom Weizen trennen - sprich: Die erwünschten E-Mails vom unerwünschten Spam trennen. Dass dies in der Regel eher schlecht als recht klappt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Denn Spammer und Provider probieren immer neue Tricks, um der lästigen E-Mail-Flut Herr zu werden. Umgerkehrt landen immer öfter zulässige E-Mails im Spamordner des Empfängers (
False-Positive-Problematik).
Als Versender erwünschter Newsletter gilt es daher, bestimmte Richtlinien unbedingt einzuhalten, damit E-Mails zuverlässig ankommen:
1. Pflege des Datenbestands
- Versenden Sie generell nur E-Mails an Empfänger, die Sie kennen und die mit Werbung von Ihnen einverstanden sind. Einverstanden bedeutet aber nicht, dass in Ihren AGBs lediglich eine Klausel den Versand von E-Mail-Werbung ankündigt.
- Ermöglichen Sie Ihren Abonnenten zu jedem Zeitpunkt, den Newsletter-Service wieder abzubestellen. Und zwar so bequem wie möglich. Optimalerweise mit einem einzigen Klick auf einen Hyperlink.
- Löschen Sie regelmäßig alle ungültigen E-Mail-Adressen. Das erhöht Ihre Versandgeschwindigkeit und die Aussagekraft Ihrer Auswertungen. Ungültige Adressen alarmieren nämlich Provider - und verringern daher Ihre Zustellquote.
- Achten Sie auf ein für Ihre Kunden akzeptablen Versandintervall. Also nicht zu oft - aber auch nicht zu selten einen Newsletter versenden. Denn wer Empfänger auf die Nerven geht oder nicht wieder erkannt wird, gilt schnell als Spammer.
2. Newsletter gestalten
- Sofern Sie HTML-Newsletter versenden, achten Sie auf einen syntaktisch korrekten Quellcode nach HTML 4.0-Standard. Beispielsweise sollten alle Tags wieder korrekt geschlossen werden. Java-Script vermeiden Sie am besten ganz.
- Einige Spamfilter - vor allem aber viele E-Mail-Clients - haben generell eine Abneigung gegenüber extern abgelegter Grafiken. Sofern Ihre E-Mail dadurch nicht zu groß wird, betten Sie die Grafiken besser ein.
- Proportionieren Sie Inhalte vernünftig, d.h. verwenden Sie stets mehr Textinhalt als HTML. Sofern Sie Grafiken benutzen, seien Sie bei deren Anzahl nicht zu sparsam - insbesondere, wenn diese nur wenige Kilobyte groß sind.
- Vermeiden Sie so genannte „bad-words“ - vor allem ältere Spamfilter konzentrieren sich beim Herausfiltern auf bestimmte Keywords wie „günstig“, „Sex“, „geil“, „slut“, „pills“, „cheap“, „mortgage“, „casino“, „get rich“. Vermeiden Sie diese ebenso wie den übermäßigen Gebrauch von Ausrufezeichen.
3. Versand
- Verwenden Sie einen seriösen, korrekt konfigurierten Mailserver für Ihre Mailings - optimalerweise einen, der niemals von Spammern genutzt wurde und wird. Sofern Sie den Server selbst administrieren, achten Sie regelmäßig auf Bots, welche auf Ihrem Server laufen. Benutzen Sie für den Versand unbedingt eine eigene, vom Server bekannte Absenderadresse.
- Eine professionelle Newsletter-Software kümmert sich darum, dass der für den Empfänger unsichtbare Kopf einer E-Mail korrekt und vollständig ist. Darüber hinaus erlaubt eine Profilösung, die Messung der Öffnungsrate zu deaktivieren. Das kann sinnvoll sein, da einige Spamfilter keine extern abgelegten Grafiken mögen - diese aber für eine halbwegs zuverlässige Messung benötigt werden.